Biographien der Pfarrer von Wynau

Ausführliche Biographien der Pfarrer in Wynau nach der Reformation

(gesammelt von Bruno Lindau, 1886-1965, veröffentlicht in: Jahrbuch 1981, der Schweizerischen Gesellschaft für Familienforschung von Johann Karl Lindau) 

 

1528
Frey. (Diebold Fry)
 
 
Theobald
“Thobaldus Fry, kilchherr zuo Winouw” hat alle Thesen der Reformation unterschrieben . Im Eidbuch von 1547 ist er als Diebold Fry „Predicant zu Winnaw“ eingetragen.
1563
Wäber
Moritz von Bern
1565
Gradt
Bendicht
1564 Helfer in Herzogenbuchsee.
1565 Verleihung der Pfrund noch durch St. Urban
1575 angeblich wegen Trunkenheit entlassen.
1575 Pfarrer in Nidau, 1576 wieder entlassen.
1577 Helfer in Burgdorf.
1578 Pfarrer in Kallnach, 1590 entlassen.
1592 Provisor in Thun
1596 Pfarrer in Reutigen.
1615 in Reutigen gestorben.
1575
Linder
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Kaspar Auch „von Lindten genannt“.
1553 Helfer in Nidau. Stipendiat von Zürich.
1555 Pfarrer in Bürglen bei Biel.
1559 Pfarrer in Hasle bei Burgdorf, bis 1562,
1564 Pfarrer in Birrwil: Auf dem Schloss Lenzburg wird er wegen Trunkenheit sechs Tage und sechs Nächte in Gefangenschaft gesetzt.
1568 Pfarrer in Wynigen 
1574 aus dem Dienst entlassen.
1575 Pfarrer in Wynau.
1577 entlassen.
1581 Provisor in Thun
1583 abgesetzt, weil er Droh- und Trotzworte gegen die Regierung richtete und die Religion verspottete. Er ging nach Luzern, wurde katholisch – zog später nach Italien, wo er „elend“ umkam.
1577
Bondeli
 
Andreas
1577 Pfarrer in Wynau
1578
Liebi
Venus oder Aphrodisaeus 
 
 
 
 
 
Ulrich (Huldrych) geboren 1540 in Birr
verheiratet mit Katharina Staub, 2 Kinder.
1568 Provisor in Thun.
1569 Helfer in Unterseen
1570 Pfarrer in Wahlern
1576 Pfarrer in Lotzwil,
1578 Pfarrer in Wynau,
1597 Pfarrer in Bleienbach
1620 gestorben in Bleienbach
1597
Brunner
Jakob
 Pfarrer in Wangen. Lehnte die Wahl ab.
1597
Heerli
Herlin, Herlinus
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Johann Ulrich ,von Zofingen, geboren 1568
Sohn des Walther (Walthard) Herlin, Pfarrers in Rüderswil, Trub,
1598 erstmals verheiratet mit Anna (Johanna)von Luternaw
(geb.1567), der Tochter des Johann Antoni von Luternau,
1607 nochmals verheiratet mit Verena Giltzner,
7 Kinder aus beiden Ehen
1588 immatrikuliert an der Universität Leipzig
1589 immatrikuliert an der Universität Basel
1591 immatrikuliert an der Universität Wittenberg
1594 Lateinschulmeister zu Brugg,
1597 Pfarrer in Wynau,
1598 Pfarrer in Bremgarten BE,
1598 Professor Linguae graecae in Bern,
1598 Professor philosophiae (et theologiae) in Bern
1599 Herr (praepositus) im Kloster Bremgarten
1611 an der Pest gestorben
Schriften: u.a. „Homo novus“, Bern 1606, „Isagoge ad lectionem
v. testamenti propheticorum omnium...“, Bern 1604
1598
Gruner
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Johannes, geboren 1571 in Aarwangen
Sohn des Pfarrers Johannes Gruner zu Aarwangen (1587) und der Sarah Haller von Bern, Tochter des Dekans Johannes Haller (1523-1575),
nach 1620 verheiratet mit Maria Ragor, von Brugg (1569),
6 Kinder, u.a. Ulrich (1596- nach 1640), Kirchmeier und Chorweibel zu Wynau und Begründer der dortigen Familie Gruner
1595 Helfer in Aarau 
1598 Pfarrer in Wynau
Von Gruner stammt der älteste vorhandene Taufrodel von Wynau. Er ist am 13. März 1598 angelegt worden. Ebenso der älteste vorhandene Rechnungsrodel 1599ff., mit sehr schöner, gepflegter Handschrift, er notiert für das Pestjahr 1611 192 Tote, aber nur 69 Taufen;
1622 Steht von ihm im Visitationsbericht: "hat ein gut Lob in Verbesserung voriger Klagen“, das Pfarrerehepaar war offensichtlich auch in Wynau sehr geschätzt, waren doch beide je 25-30mal Pate;
1623 gestorben in Wynau
1623
Wirtz (Wirz)
 
 
 
 
 
 
Urs
verheiratet mit Ursula Suter ("Xantippe"), 3 Kinder,
1599 Student
1606 Lateinschulmeister in Lenzburg
1611 Pfarrer in Wangen an der Aare
1623 Pfarrer in Wynau (eingeführt am 2. November)
1638 gestorben in Wynau (?)
1638
Schär
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Johannes von (Brugg? und) Bern
1602 erstmals verheiratet mit Elsbeth Mon (?),
1612 nochmals in Bern verheiratet mit Sarah Bäckli von Bern, ein drittes Mal verheiratet mit Elisabeth Schnittlerin 3 Kinder aus 2. und 4 Kinder aus 3. Ehe
1611 Lateinschulmeister in Lenzburg
1613 Pfarrer in Suhr,
1620 Pfarrer in Grafenried bei Fraubrunnen,
1629 Burger von Bern (mit 3 Söhnen und 3 Töchtern) "Praedicant zu Fraubrunnen" (gegen 100 Kronen),
1638 Pfarrer in Wynau
1642 Lichtmess (in Wynau?) gestorben
1642
Wullschleger
 
 
 
 
 
 
 
 
Hans Jakob , von Zofingen, geboren 1591 in Zofingen
Sohn des Friedli Wullschleger und der Elisabeth Stirnemann.
Vor 1621 verheiratet mit Esther Seelmatter von Zofingen, Tochter des Pfarrers Caspar Seelmatter (gest. 1609) oder des Pfarrers Samuel Seelmatter (gest. 1624), der spätere Dekan von Lützelflüh.
1618 Helfer in Herzogenbuchsee
1626 Pfarrer in Niederbipp.
1642 Pfarrer von Wynau eingeführt.
1652 gestorben.
1652
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Fischer
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Johannes (Piscator) von Zofingen, geboren 1600 in Zofingen
Sohn des Magisters Hans Fischer, Tischmachers und späteren Ratsherrn von Zofingen, und der Maria Meyer
1646 erstmals verheiratet mit Sara Huber 
1647 nochmals verheiratet mit Barbara Wagner, 5 Kinder aus der zweiten Ehe
1618 Student in Bern
1625 Ordiniert
1626 Helfer in Signau:
1627 Pfarrer in Schangnau
1632 Pfarrer in Aarburg
1652 Pfarrer in Wynau
„Uf Wienacht 1652 als ich Johannes Fischer zum ersten Mal das heilig Nachtmal ertheilt hab, waren communicantes überall 581 Personen, es war aber gar wüst Wetter.“
Pfr. Fischer liebte das Latein und war anscheinend ein sehr gewissenhafter und grüblerischer Mann. Von ihm stammt eine Liste seiner Vorgänger und viele Statistiken über Kommunikanten u.a.. Er legte 1653 den ältesten Totennrodel von Wynau an. Während des ersten Villmergerkrieges wurden die Pfarrbücher gemäss seiner Eintragung im Schloss in Aarwangen verwahrt. 1654 wurde ihm eine neue Studierstube eingerichtet.
1654 Secretarius und
1658 Camerarius des Kapitels Langenthal (gewählt jeweils am ersten Mittwoch nach Pfingsten).
1661 in Wynau gestorben.
1661
Frey
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Johann Heinrich von Brugg, geboren 1698
Erstmals verheiratet mit Elisabeth Völcklin.
1639 Nochmals verheiratet mit Elisabeth Graf (geb. um 1620)
8 Kinder.
1636 Ordiniert
1636 Helfer in Aarau
1639 Pfarrer in Suhr
1661 Pfarrer in Wynau: „Johannes Henricus Frey, Brug, pastor ordinarius, anno 1661 23.Feb.” huc promotus ab amplissimo Magistratu aetatis 52 annorum” (Taufrodel). Die Kapitelsakten notieren zu seinem Amtsantritt: „Hat in seinem Beruf einen guten Anfang gemacht, hat wegen Leibesschwachheit nicht erscheinen können“.
1663 In Wynau gestorben.
Glur bringt im Zusammenhang mit dem Tod Freys einen interessanten Hinweis zur Bildung einer eigenen Kirchgemeinde Roggwil:
„Heinrich Frey, Pfarrer zu Suhr, wurde 1661 auf die Pfarrei Wynau versetzt. Er war gebrechlich und musste gleich einen Vikar haben, der ihm in der Person von Hans Schilpli gewährt wurde. Als nun 1663 der Pfarrer das Zeitliche segnete, kam der Vikar bei der Regierung darum ein, er möchte zum Pfarrer der Gemeinde gewählt...werden. Trotzdem das Kapitel Langenthal dem Gesuchssteller ein gutes Zeugnis ausstellte, konnte die Regierung in ihrer Sitzung vom 9. November 1663 dem Wunsch nicht entsprechen...hielt ihn für die weit ausgedehnte Gemeinde an der katholischen Grenze für nicht geeignet...die Frage, ob der Pfarrer von Wynau nicht nach Roggwil versetzt werden sollte, da dieses die grössere Gemeinde wäre, oder ob man gar eine neue Pfarrstelle schaffe...diese Frage wurde vom Pfarrconvent der Stadt zur Begutachtung vorgelegt. Bereits am Tage darauf stellte der Pfarrconvent den Antrag, unverzüglich zur Trennung der Gemeinden zu schreiten.“ (Glur, S. 457).
1664
Rüetschi,
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Daniel, von Bern, geboren 1629
1662 in Rüegsau verheiratet mit Rosina Knopf, Tochter des Pfarrers Jakob Knopf zu Rüegsau und der Judith Pfrienderin, 8 Kinder.
1651 Student
1664 Pfarrer in Wynau, am 15.Februar eingeführt: „Dei Gratia Praesentatus fui huic Ecclesiae Vinovianae et quidem concione solenni ex 2 Cor.5,20/21 habita a R. et spectatissimo D.Decano Pastore in Madiswil nomine Cornelio Hentzio...“ (Taufrodel).
Rüetschi war offenbar ein rühriger, aber etwas hochfahrender, wichtigtuender Mann.
1664 Roggwil wird mit Walliswil und Balzenwil als selbstständige Pfarrei abgetrennt.
1684 Am 29.Februar wird Rüetschi in Wynau begraben mit der Bemerkung „Ein treueifriger Diener am hl. Evangelio und Vorsteher der Gemeinde zu Wynau“.
1684
Franck
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Daniel, von Bern, geboren 1651
1680 In Entfelden mit der Wittwe Anna Maria Kallenberg verheiratet.
1667 Student
1680 Suffragan in Entfelden
1684 Pfarrer in Wynau. Sehr schlechte Führung der Pfarrbücher, wahllose Eintragungen, flüchtige, schlechte Schrift, anscheinend nicht gesund. Sein Pfarrer in Entfelden gab ihm kein gutes Beispiel.
1692 In Wynau gestorben „treueifriger Seelsorger dieser Gmeind, ohne vorhergehende Krankheit sanft und sälig im Herrn entschlafen“. Sein Grabstein ist links der Eingangstüre eingemauert:
„Hier ligt begraben der Ehrwürdig und Wollgelerte Herr Daniel Franck, Predicant allhier 8 Jahr, starb den 26.Hornung alters 41.Jahr.“
Mit dem Spruch:
„Derjenig ist recht weis
Der dieser Welt nicht acht
Und seine Seele mehr
Als seinen Leib betracht
Wer Gott forcht Glauben
Und ein gut Gewissen hält
Der ist der wisest und
Glücksäligst in der Welt.“
1692
Leemann
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Abraham , von Bern, geboren 1640
1658 Student
Nach dem Studium Prediger in Abländschen. Jeweils im Herbst vor dem Schlussexamen wurde ein Student nach Abländschen geschickt, wo er während fünf Monaten die pfarramtlichen Dienste zu leisten hatte. War das Zeugnis des Kandidaten gut, hatte er Anrecht auf die erste frei werdende Landpfarrstelle.
1668 Pfarrer in Gsteig
1678 Pfarrer in Albligen
1692 Pfarrer in Wynau
„Den 7.Martii 1692 welcher Tag in etlichen Calendern Perpetua, in etlichen anderen Foelicitas heisst...,ward ich Abraham Leemann, Hbernas, nachdem ich 10 Jahr im Gsteig hinder Saanen, und fast
14 Jahr in Albligen gedienet, hieher nacher Wynau von meiner Hochwysen Gnädigen Obrigkeit zum Predicanten durch fast einhälliges mehr verordnet: Den 20.Aprellen hernach bin ich glücklich mit den meinigen hier angelangt und den 24 Apr. Durch den Erw. Herrn Albr. Aechler V.D.M zu Aarwangen und M.H.H. Landvogt zu Aarwangen Herrn Ludwig Lerber einpräsentiert worden. Die Predig ward gehalten ex Apoc.2,19.“
1704 5. Februar in Wynau gestorben.
1704
Ernst
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Gabriel , von Bern, geboren 1672
1705 Verheiratet mit Susanna Margaretha Zehnder, Tochter des Niklaus Zehnder, Kastlans zu Wimmis und der Anna Lombach, die „schöne Mittel aber blöden Verstand hatte“ (3 Kinder)
1689 Student
1698 Cand.Academia
1704 Ordiniert
1704 Pfarrer in Wynau, eingeführt am 20.
April: "Den 14. Tag Hornung 1704 ward Ich Gabriel Ernst
 HBernas et S.S.M.C. im 31. Jahr meines Alters von Mgnhr.
und Oberen zum Predicanten hieher nach Weinauw
verordnet, den 15. April daselbst glücklich angelanget und
den 20. April durch Mgnhr. Decan Jacob Tribolet V.D.M. in
Ursenbach und Mgnhr. Landvogt zu Aarwangen Hieron.
Thormann einpräsentiert worden. Die Predig ward gehalten
ex 2 Tim. 4,5" (Taufrodel von Wynau);
"da ihm das Pfarrhaus aus Verwahrlosung der Mägde mit
meisten Mobilien verbrunnen in seiner Abwesenheit, da er zu
Aarburg war, wurde ein neues gebauet",
1715 28. Mai in Wynau gestorben
1715
Müller
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Samuel, von Rüti bei Büren, geboren 1669 
Sohn des Pfarrers Niclaus Müller (1631-1686) und der der Anna Egger (1635-1716)
1699 in Unterseen verheiratet mit Helena Stantz (1673-1740),
6 Kinder
1687 Student,
1696 Kandidat
1699 Helfer in Herzogenbuchsee
1715 Pfarrer in Wynau (eingeführt am 18. August,
"a Diaconatu Buxtano huc promotus"),
1737 21. Oktober zu Wynau begraben (aet. 68 i. 19 Wochen)
1737
Freudenberger
 
 
 
 
 
 
 
           
 
           
Emanuel, von Bern, geboren 1688 in Bern
Sohn des Schuhmachers Uriel Freudenberger (geb. 1643) und der
Barbara Bürki,
1718 verheiratet mit Johanna Maria Gerber (1692-1749, 4 Kinder;
1718 Kandidat,
1718 Pfarrer in Bümpliz
1737 Pfarrer in Wynau,
er legte am 26. März 1752 einen Kommunikantenrodel an, als Vikare werden genannt 1754/55 Johannes Müller, 1756 Vikar Seelmatter, 1757/58 Vikar Kuhn und im Januar 1757 Daniel Landolt von Aarau,
1757 in Wynau gestorben "um 9 Uhr grad vor der Predig".
1758
 
 
Zehnder
           
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Franz Abraham , von Bern, geboren 1733 in Rüeggisberg
Sohn des Emanuel Zehender (1665-1723),
Pfarrers in Rüeggisberg und Seedorf, und der Anna Delosea
1748 in Nyon verheiratet mit Dorothea Margaretha
Wagner von Bern (1727-1790)
1745 Student,
1746 examiniert und ordiniert
1757 deutscher Pfarrer in Nyon und Bonmont,
1773 Pfarrer in Wynau,
1785 Pfarrer in Gerzensee,
in Gerzensee gestorben.
1773
Hürner
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Jacob Anton , von Aarau, geboren 1708 in Saanen oder Lenk
Sohn des Johann Jacob Hürner, Pfarrers in Lenk und Wynigen, und der Johanna Ursula Imhoof von Zofingen,
1738 verheiratet mit Dorothea Henzi von Bern, 8 Kinder, u.a.
Jacob Gabriel (1741-1802), Pfarrer in Hindelbank und Jegenstorf,
1736 Konsekration
1738 Pfarrer in Kirchberg (Toggenburg),
1744 Pfarrer in Reinach (Aargau),
schrieb einen interessanten Bericht über die sozialen Zustände in Reinach ums Jahr 1764 und insbesondere über das Aufkommen der Industrie und ihre finanziellen, moralischen und sozialen Folgen
1773 Pfarrer in Wynau (unter ihm 1781-1784 Vikar J.R. Bosshard)
1784 3. September (76 1/2j.) in Wynau gestorben
1781
Bossard
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Johann Rudolf, von Zofingen, geboren 1756 in Zofingen
Sohn des Johann Rudolf Bossard (1725-1801), Schusters, Zunftmeisters und Hellmühlethörliwächters, und dessen 1. Ehefrau Anna Barbara Ringier (1727-1778),
1807 In Melchnau verheiratet mit Marie Salome Steinegger (1778-1815), 5 Kinder
1781 Konsekration
1781 vicarius loci zu Wynau,
1798 Pfarrer in Melchnau
1842 in Melchnau gestorben
1797
Dulliker
 
Gabriel Rudolf, von Bern, geboren 1797
 Vicarius loci zu Wynau,
später Pfarrer in Stettlen
1797
Ringier,
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Gottlieb von Zofingen, geboren 1734 in Birrwil
Sohn des Beat Ringiers, Pfarrer in Birrwil und Gränichen und der Maria Elisabeth Spengler.
1780 In Kerzers erstmals verheiratet mit Catharina Elisabeth Meley von Bern
1785 Nochmals verheiratet mit Margaritha Forster; 3 Kinder aus der 2.Ehe („als Pfarrer Gottlieb Ringier in Kerzers seine Magd heiraten musste, stellte ihn die Regierung für zwei Jahre in den amtlichen Funktionen ein, der Konvent hatte eine mildere Strafe beantragt, der Pfarrer sei schon genügend damit bestraft, dass er lebenslänglich seine Magd zur Frau haben müsse.“)
1761 Konsekration
1779 Pfarrer in Kerzers
1797 Pfarrer in Wynau. Er befasste sich vor allem mit Naturerkenntns
1801 In Wynau gestorben.
1801
Fröhlich
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Christoph, von Brugg geboren 1755
verheiratet mit Anna Barbara Lanz von Rohrbach.
4 Kinder
1779 Konsekration, anschliessend als Vikar nach Trub und Rohrbach
1785 Helfer in Aarau
1786 Helfer in Büren
1787 Pfarrer in St. Stephan
1801 Pfarrer in Wynau
1809 Pfarrer in Affoltern bei Aarberg
1817 Abberufen
1818 Pfarrer in Affoltern im Emmental
1819 Abberufen und wohl wegen zunehmender Trunksucht aus dem Berner Ministerium mit Leibgeding entlassen.
1809
Wyss
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Daniel Niklaus, von Bern, geboren 1775 in Ferenbalm
Sohn des Pfarrers Samuel Jakob Wyss in Ferenbalm und der Catharina Franziska Baumgartner von Bern.
1809 In Zofingen mit Maria Magdalena Ringier, der Tochter des verstorbenen Pfarrers Gottlieb Ringier . 7 Kinder.
1798 Konsekration
1809 Pfarrer in Wynau
1816 Pfarrer in Brienz
1827 Abberufen
1827 Klasshelfer in Bern
1827 Pfarrer in Mett dort 1844 am Schlagfluss gestorben.
1816
Bachofen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Daniel , von Basel ,geboren 1750 in Basel
Sohn des Johann Jacob Bachofen, Conrector Gymnasii und späterer Pfarrer in Pratteln und der Maria Magdalena Holzach von Basel.
1810 In Niederbipp verheiratet mit Anna Katharina Lindenmeyer in Basel. Kinderlos.
1773 Konsekration, dann zunächst ohne Dienst.
1784 Feldprediger im Regiment Sonnenberg in königlich französischen Diensten, 1797 in der Loge Guillaume Tell dieses Schweeizer Regimentes.
1797 Helfer in Erguel, dann Pfarrhelfer in Benken.
1803 Pfarradjunkt in Ziefen bei Bubendorf
1810 Vikar in Ursenbach
1810 Pfarrer in Brienz
1816 Pfarrer in Wynau, durch Tausch
1824 Auf sein Ansuchen in allen Ehren in seinem Dienst entlassen
1826 Wohnt in Basel wo er 1829 wegen Altersschwäche stirbt.
1861
Lutz
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Johann Ludwig Samuel, von Bern, geboren 1785 
Sohn des Malers Johann Jakob Lutz und der Marie Nöthiger. 15 Wochen nach seiner Geburt wurde er den Eltern weggenommen, erzogen in einem Waisenhaus in Bern, Studium in Bern als junger, gründlicher gebildeter Mann, den freien Zeitideen zugetan.
1812 Erstmals verheiratet mit Rosina Elisabeth Ziegler, der Tochter des Berner Pastetenbäckers Carl Samuel Ziegler und der Marie Elisabeth Bitzius. 10 Kinder.
1805 Hauslehrer bei Herrn von Erlach in Spiez. Erhält ein Reisestipendium aus dem Mushafen.
1807 Elementarlehrer in Bern
1808 Ordiniert, dann Studium in Tübingen und Göttingen
1812 Lehrer der alten Sprachen am Gymnasium in Bern
1824 Pfarrer in Wynau. „Der grosse Pfarrer“ – wegen seiner grossen Gestalt. Besucht wegen der Bibliothek öfters das Kloster St.Urban. Spielte im Kapitel eine wichtige Rolle.
1830 Pfarrer an der Heiliggeist-Kirche in Bern
1833 Professor für Hebräisch und der alten Sprachen an der Akademie und dann der Theologie an der Universität: „Einer der bedeutendesten Theologen, den die reformierte Kirche Berns hervorgebracht hat“.
1831 Erziehungsrat
1840 Dekan des Berner Kapitels und mehrmals Präsident der Synode; in Bern am Nervenfieber gestorben.
1830
Offenhäuser
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Franz Ludwig , von La Sarraz geboren 1785 in Nürnberg
In la Sarraz eingebürgert. Sohn des Johann Georg Offenhäuser
1811 in Wahlern verheiratet mit Verena Matter von Kölliken – 5.Kinder.
1805 Kandidat in Täufelen
1805 Als Kandidat Vikar in Bätterkinden
1809 Konsekration
1811 Schulmeiser in Erlach
1812 Pfarrer in St.Stephan
1817 Abberufen
1818 Vikar in Rüti bei Büren
1818 Helfer in Saanen
1821 Pfarrer in Lauterbrunnen
1830 Pfarrer in Wynau
1839 Abberufen
1840 Angeblich in Signau gestorben
1839
Flügel
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Franz Abraham Samuel , von Bern geboren 1795 in Bern
Sohn des Brotbecks Samuel Emanuel Flügel und der Jeanne Henriette Genand von Vevey.
1824 Verheiratet mit Rosina Catharina Haller,
1817 Konsekration
1824 Helfer in Zäziwil
1829 Pfarrer in Boltigen
1839 Pfarrer in Wynau
1840 Dekan des Kapitels Langenthal
1847 Resigniert mit einem Leibgeding (Pension)
Soll erst 1872 gestorben sein.
1847
Abegg
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Hans Rudolf von Horgen, ZH geboren 1793 in Horgen
 Sohn des Blattmachers Rudolf Abegg,
1850 ein erstes Mal verheiratet mit Margaritha Catharina Studer, in Roggwil nochmals verheiratet mit Marie Charlotte Brusch, der Tochter des Johann Caspar Brusch, von Wartau, Pfarrer in Eriswil und Roggwil
1814 Ordiniert in Basel
1818 Katechet in Zürich Unterstrass.
1819 Konserkiert in Zürich
1820 Oberlehrer in Thun
1823 Aufnahme ins Berner Ministerium
1823 Pfarrer in der Lenk
1837 Pfarrer in Laupen
1847 Pfarrer in Wynau
1860 In Wynau an einer Luftröhrenentzündung gestorben.
1861
Lutz
 
 
 
 
 
Friedrich, von Bern, geboren 1829 in Wynau
Sohn des Samuel Lutz. Pfarrer in Wynau und der Rosina Elisabeth Ziegler.
1864 In Wynigen verheiratet mit Marie Elisabeth Jaggi von Gsteig, Tochter des Daniel Friedrich Jaggi, Pfarrer in Saanen und Aarwangen und der Marie Elisabeth Rohr von Bern. Kinderlos.
1850 Maturität in Bern, dann Studium in Bern, Tübingen, Halle und Berlin.
1854 Theologisches Staatsexamen.
1855 Vikar u.a. in Radelfingen und Roggwil.
1861 Pfarrer in Wynau
1873 Pfarrer in Zimmerwald
1882 In Zimmerwald gestorben.
Herausgeber einer Lebensbeschreibung seines Vaters Prof. Samuel Lutz
1873
Hügli,
 
 
 
 
 
 
Albert, von Aarwangen, geboren 1834 in Koppigen
Sohn des Notars Jakob Hügli und der Elisabeth Weber
1870 In Langenthal verheiratet mit Emilie Plattner, der Tochter des Johann Jakob Plattner und der Amalie Fluhbacher
1860 Kandidat und Helfer in Zäziwil
1873 Pfarrer in Wynau wo er nach wenigen Monaten während der Amtsausübung starb.
1874
Volz
 
 
August, von Nidau und Bern, geboren 1847
studierte seit 1868 in Bern bei den Prof. Studer, Immer, Gelpke u.a. in Bern.
1872/73 in Leipzig.
1873 Konsekriert, Pfarrverweser in Huttwil
1874 Pfarrer in Wynau, seit 1885 zugleich Pfarrverweser in Aarwangen.
1886 Pfarrer in Aarberg. Von dort aus betreute er auch Bargen. Leitete den Blaukreuzverein. Gab Privatstunden in Musik, Latein und Deutsch. Mitarbeit am schweizerischen Kirchengesangbuch 1890. Geschulter Kirchenmusiker.
1922 Rücktritt. In Münchenbuchsee im Ruhestand.
1926 Gestorben. Vater des Afrikaforschers Walter Volz.
1886
Blattner
 
 
 
 
 
 
Rudolf , von Küttingen AG, geboren 1862 in Bern
Besuch des Gymnasiums. Studium in Bern.
1886 Pfarrer in Wynau
1895 Pfarrer in Biel.
In Biel entwickelte er sich zum Schulmann – Präsident der Gymnasiumskommission, Mitglied der Mädchensekundarschulkommission. Er erteilte selber auch engagiert Religionsunterricht.
1933 Pensioniert. Zog nach Ringgenberg wo er 1946 verstarb.
1895
Lüthy
 
 
 
Gustaf (Conrad) , von Richterswil, geboren 1870 in Bern
Sohn eines Lehrerehepaares. Studium in Bern und Heidelberg. Schon als Kandidat Verweser in Wynau, dann Pfarrer in Valzeina (Prättigau).
1895 Pfarrer in Wynau
1903 Pfarrer in Uster.
In Uster hat er sich stark um die Schule und um die Ausgestaltung des Krankenhauses bemüht. Auch langjähriger Präsident der Fürsorge- und Armenpflege der Gemeinde. Hat zudem die Hauspflege eingerichtet.
1942 Rücktritt vom Pfarramt. Ein Jahr später ist er in Uster 1943 gestorben.
1903
Aeberhard
 
 
 
Adolf, geboren 1876 in Stalden bei Konfolfingen
Sohn eines Landwirts. Besuch des frz. Gymnasiums in Pruntrut.
1897-1901 Theologiestudium in Bern und Florenz, dann nach dem Staatsexamen in Berlin Schüler von Prof. Adolf Harnack und Reinhold Seeberg. Zunächst Kurpfarrer in Weggis und Rigi-Kaltbad. Seelsorger an der Pflege und Heilanstalt Waldau.
1903 Pfarrer in Wynau wo er sich mit Anna Winzenried verheiratete.
1910 Pfarrer in Melchnau
1916 Pfarrer in St.Immer, wo er seine eigentliche Lebensaufgabe leistet.
Da er im Jura aufgewachsen war, lag im die Jurassische Eigenart am Herzen und er fand rasch Kontakt zu der Bevölkerung auf den weitabgelegenen Bauernhöfen.
1962 In den Ruhestand getreten.
1964 In Steffisburg gestorben.
1910-
 Kuhn
 
 
 
 
Walter, geboren 1880 in Bern
Aeltester Sohn einer kinderreichen Familie. Musste sein Studium an der altkatholischen und dann an der evangelisch-reformierten Fakultät selber finanzieren. Studienaufenthalt in Berlin.
1904 Konsekration
1906 Pfarrer in Kirchleerau AG
1910 Pfarrer in Wynau
Hier leistete er sein Lebenswerk: Die Restauration der unter Denkmalschutz stehenden Kirche. Er liess sie mit Fresken von Kunstmaler Zehnder ausmalen. Pfr. Kuhn war ein Original. Für ihn war die christliche Kunst ebenso wichtig wie das Wort. Er sah in der Reformation eine Fehlentwicklung, weil sie die Sinne ausschaltete. Entsprechend seiner theologischen Ueberzeugung liess er auch die Wynauer Kirche so ausgestalten, dass sie die Sinne ansprach. Langjähriger Präsident der Schweizerischen Kommission für gute religiöse Bilder.
1934 Rücktritt vom Pfarramt. 1948 In Belp gestorben.
1935
Bähler
 
Hans, geboren 1891 in Willisau
Sohn des Pfarrers Ulrich Bähler und der Marianne Blaser. Besuch des Humanistischen Gymnasiums in Basel und Studium in Basel. Zunächst Vikar des Vaters in Willisau, anschliessend in Wolhusen.
1924 Pfarrer der Freien Kirche Uster, wo er sich mit Alice Staherl, einer Gemeindehelferin in Zürich verheiratete.
1932 Pfarrer in Casteil, Schanfigg. Aus Rücksicht auf seine Gesundheit verlässt er die Berggemeinde und wird
1935 Pfarrer in Wynau.
1947 Bezirkshelfer in Spiez, von wo aus er das Oberland betreut.
1956 Rücktritt vom Pfarramt, Ruhestand in Basel.
Freund und Förderer der Evangelischen Allianz und des Blauen Kreuzes. Eng verbunden mit der Basler Mission.
1968 In Basel gestorben.
1947
Apolloni
 
Arthur, von Ochlenberg, geboren 1915 in Münsingen
Sohn eines Sattler- und Tapezierermeisters. Beginnt zuerst eine Lehrzeit im Handwerk seines Vaters. Entschliesst sich aber bald“aus innerem Drang“ zum Studium der Theologie.
1942 Lernviakriat in Lauperswil, Stellvertretung für einen Lehrer an der Sekundarschule Zollbrück. Betreuung der im Moosbad internierten Flüchtlinge.
1943 Lehrer und Seelsorger an der Erziehungsanstalt in Tessenberg, dann Bezirkshelfer in Spiez, wo er im Januar 1944 sich mit Elsa Schauenburg veheiratet.
1947 Pfarrer in Wynau. Zugleich Sekretär des HEKS und Armeninspektor im Amt Aarwangen.
1953 An den Folgen eines Motorradunfalls gestorben.
1954
Maurer
 
Louis , von Herzogenbuchsee, geboren 1910
1943 Vikar, anschliessend Pfarrer des neugeschaffenen Pfarrkreises Melchnau-Gondiswil
1954 Pfarrer in Wynau
1969 Regionalpfarrer im Oberaargau
1975 Pensioniert, in Langenthal
1970
Weibel
 
Max Peter, von Lyss, geboren 1935
1961 Konsekration
1961 Pfarrer in Schwarzenegg
1969 Pfarrer in Wynau
1975 Pfarrer in Arch-Leuzigen
1983 Pfarrer in Ursenbach
1998 Pensionierung in Ursenbach, lebt in Langenthal
1975
Frauchiger
 
 
Christoph, geboren 1946
1975 Konsekration
1975 Pfarrer in Wynau
1984 Pfarrer in Huttwil
1986 gestorben in Huttwil
1984
Schmutz
Fredy ,von Vechigen, geboren 1955
1984 Konsekration
1984 Pfarrer in Wynau
1989 Pfarrer in Schlosswil
1997 Pfarrer in Seeberg
1989
Vögeli
Heinrich, von Herbligen, geboren 1952
1981 Konsekration
1982 Pfarrer in Aarwangen
1989 Pfarrer in Wynau
1992 Pfarrer in Belp
1992
Bigler
 
 
Peter, von Worb, geboren 1953
Theologiestudium über KTS, 2.Bildungsweg
1986 Konsekration
1986 Pfarrer in Steffisburg
1992 Pfarrer in Wynau
2006 Winzeler

Franz, von Thayingen, geboren 1958, Theologiestudium in Bern, Basel und Göttingen, 1984 Konsekration, 1985-1989 Pfarrer in Wynigen, 1990-2006 Wirtschaftsinformatiker, ab 2006 Pfarrer in Wynau


aktualisiert am 08. Nov 2010 18:03 von Winzeler Franz
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