Bibelspaziergang
 
Ein Eintauchen in verschiedene biblische Bücher
 
Eine regionale Veranstaltungsreihe der reformierten
Kirchgemeinden Aarwangen, Roggwil und Wynau

Gibt es unter den zahlreichen Büchern des Alten und Neuen Testamentes eine Schrift, die dir besonders nahe liegt, einen Lieblingstext oder einen Lieblingsautor? In unserer Kleinregion haben wir diese Frage unter uns Kolleginnen und Kollegen gestellt. Die Antworten kamen spontan und sind erwartungsgemäss sehr unterschiedlich ausgefallen. Die eine freut sich an der unerschöpflichen Tiefe eines Paulusbriefes. Einem anderen hat es die skurrile Geschichte des Propheten Jona angetan. Wieder andere sind begeistert vom Hohen Lied, beeindruckt vom Schicksal des Verfassers der Offenbarung oder fasziniert von der Eigenart eines Evangeliums. Die geäusserten Reaktionen ergaben einen bunten Querschnitt durch die ganze Bibel. Dies hat uns auf die Idee gebracht, die im letzten Jahr begonnene regionale Veranstaltungsreihe weiterzuführen und Sie diesmal auf einen Bibelspaziergang mitzunehmen. Die Pfarrpersonen der Gemeinden Aarwangen, Roggwil und Wynau werden ab April 2008 Ausschnitte aus jenem biblischen Buch zur Sprache bringen, das ihnen besonders lieb und wichtig ist. Der persönliche Ansatz weist darauf hin, dass es auch in religiösen Angelegenheiten keinen Einheitstyp gibt. Und die ausgewählten Themen widerspiegeln eine grosse Vielfalt biblischer Gotteserfahrungen und ganz unterschiedlicher Glaubenszugänge. Das dürfte spannend werden, zumal manche Schriften wenig bekannt sind und die Abende so gestaltet werden, dass neue Entdeckungen und der Austausch persönlicher Erfahrungen möglich sind.

Wir freuen uns aufs gemeinsame Eintauchen!
 
Ingrid Glatz und Christian Refardt, Aarwangen
Sandra Kunz und Frank Buchter, Roggwil
Friedrich Sommer und Franz Winzeler, Wynau
 
 
Dienstag, 1. April 2008, 20 Uhr Pfarrhaussäli Wynau
Vom Bergstamm zur Monarchie - Das 1. Buch Samuel
Mit Friedrich Sommer, Wynau
 
Braucht Israel einen König, wenn es schon einen einzigen Gott hat? Müssen sich die israelitischen Stämme an die Nachbarn anpassen, damit sie Erfolg haben? In diesem literarischen Kleinod prägen drei Gestalten ganz unterschiedlich den Uebergang der israelitischen Stämme zur Monarchie.
 
Dienstag, 20. Mai 2008, 20 Uhr KGH Roggwil
Amos
Mit Frank Buchter, Roggwil
 
Amos war ein kritischer Prophet, der im 8. Jahrhundert v.Chr. im Nordreich Israel predigte. Obschon das damalige Israel in Wohlstand und Friede lebte und an den religiösen Heiligtümern aufwändige Opfer gebracht wurden, übersieht er Korruption und soziale Ungerechtigkeiten nicht. Auf "elfenbeinverzierten Polsterbetten" rekeln sich die einen, während andere in Armut darben. Dieser Spassverderber und Schwarzseher nervt aber und wird von den Einflussreichen ins Südreich abgeschoben. Was würde Amos wohl zu uns heute sagen?
 
Dienstag, 17. Juni 2008, 20 Uhr KGH Riedli Aarwangen
"Wie schön ist das Spiel deiner Liebe!" – Erotik in der Bibel:
Gibt es das?
Mit Ingrid Glatz-Anderegg, Aarwangen
 
Vielfach nicht wahrgenommen, lange Zeit verdrängt oder uminterpretiert, widmet sich das Hohelied in der Bibel nach altorientalischer Art der erotischen Liebe zwischen Mann und Frau. Entsprechen die Bilder auch der heutigen Liebeslyrik? Sicher ist: Die Basis der Liebe wird nicht als dumpfe Gier dargestellt, sondern als Bewunderung für das geliebte Gegenüber, im Sinn von Sprüche 19,14: “Haus und Habe ererbt man von den Vätern, von Gott jedoch kommt eine verständige Frau / ein verständiger Mann“.
 
Dienstag, 1. Juli 2008, 20 Uhr Pfarrhaussäli Wynau
Das Buch mit den sieben Siegeln – die Offenbarung des Johannes
Mit Franz Winzeler, Wynau
 
Haben die Frommen doch Recht, wenn sie aus diesem Buch die Zukunft lesen? Werden am Ende nur 144'000 gerettet? Gehört dieses Buch gar nicht in die Bibel, wie Luther meinte? Oder hat die Theologie Recht mit ihrer zeitgeschichtlichen Deutung? Hat das Buch für uns überhaupt noch Bedeutung? Oder wurde dieser Brief gar von einem psychisch kranken Menschen verfasst? Ein heisses Buch für einen heissen Sommer!

Dienstag, 26. August 2008, 20 Uhr Pfarrhaussäli Wynau

Jona - der störrische Prophet
Mit Friedrich Sommer, Wynau
 
Kann ich vor Gott flüchten, wenn er mir einen Auftrag gibt? Ist das Handeln Gottes vorhersehbar und führt er seinen Plan immer wie angekündigt durch? Was tun, wenn Gott nicht so handelt, wie ich es erwarte? Das Buch Jona gibt uns dazu Antworten.
 
Dienstag, 16. September 2008, 20 Uhr KGH Riedli Aarwangen
Was ich Matthäus schon lange fragen wollte ...
Mit Christian Refardt, Aarwangen
 
Widersprüchliches scheint dem Autor des Matthäusevangeliums nicht fremd zu sein. Einesteils knüpft es in gut jüdischer Tradition beim Stammvater Abraham an und geizt nicht mit alttestamentlichen Zitaten, andererseits ist eine kritische Distanz zu den Juden unverkennbar. Oder: "Gnade" ist offenbar ein Lieblingswort des Matthäus. Macht aber sein fast penetranter Gerichtsgedanke diese Gnade nicht wieder zunichte? Das Beschäftigen mit einem Schlüsseltext aus seinem Buch möchte etwas Licht in diese Grauzonen bingen.
 
Dienstag, 28. Oktober 2008, 20 Uhr KGH Roggwil
Das Markus-Evangelium
Mit Frank Buchter
 
Es ist das und mit 16 Kapiteln kürzeste der 4 Evangelien, entstanden etwa ums Jahr 70. Das Zentrum des Wirkens von Jesus liegt gemäss dem anonymen Verfasser im unschuldigen Tod am Kreuz, der erst im Glauben verständlich wird. Eben diesen findet der römische Hauptmann unter dem Kreuz, wenn er sagt: "Wahrlich, dieser war der Sohn Gottes". Ob Markus auch uns, wie Jesus den Blinden, durch seine Überlieferung die Augen des Glaubens öffnen kann?
 
Dienstag, 11. November 2008, 20 Uhr KGH Roggwil
Esther - eine mutige Frau!
Mit Sandra Kunz, Roggwil

Wer war die Frau, die im 4. Jahrhundert v. Chr. einen Genozid verhindert haben soll? Ist diese Geschichte so oder ähnlich passiert oder handelt es sich um ein kraftvolles, religiöses Märchen? Ist das Buch Esther ein Frauenbuch oder birgt es auch eine Botschaft an Männer? Der Abend sollte die eine oder andere oder am besten alle diese Fragen beantworten oder zumindest touchieren.

Dienstag, 13. Januar 2009, 20 Uhr KGH Riedli Aarwangen

Wenn Freiheit nur so leicht zu haben wäre! - Ein Gang durch den Galaterbrief
Mit Christian Refardt, Ottenbach
 
Paulus versteht die Welt nicht mehr. Eben hat er die christliche Gemeinde in Galitien gegründet, und schon ist der Teufel los! Wie kam das? In der Zwischenzeit eingedrungene Missionare knüpften das Christ-sein an bestimmte Bedingungen. Davon hat Paulus nichts gesagt. Die Galater sind verunsichert. Holt sie der strenge Gesetzesarm wieder ein? War der ganze Glaubenswechsel umsonst? Aber Paulus lässt seine Gemeinde nicht so schnell im Stich ...
 
Dienstag, 10. Februar 2009, 20 Uhr KGH Riedli Aarwangen
Tobit - der gefahrvolle Weg der Erlösung
Mit Ingrid Glatz-Anderegg, Aarwangen
 
Welche Gefahren ergeben sich für einen Menschen, der nur gut und fromm leben möchte? Welche Rollen spielen dabei Engel und Fische?
Im Buch Tobit, einer Legende der alttestamentlichen Spätschriften, begegnen wir dem jungen Tobias, der im Auftrag seines alten, erblindeten Vaters eine grosse Reise antritt und dabei leicht hätte umkommen können. Das Buch Tobit ordnet dies alles in grössere Zusammenhänge und weist auf eine überraschende Lösung hin. Es spricht in Bildern, die auch uns Heilung anbieten.
 
Dienstag, 10. März 2009, 20 Uhr KGH Roggwil
1. Korintherbrief - oder die Frage nach dem richtigen Glauben
Mit Sandra Kunz
 
Wer hat den richtigen Glauben? Wie sollen verantwortungsvolle Christen und Christinnen mit ihrer Freiheit umgehen? Welche Rolle spielt die Ehe in der christlichen Lebensgestaltung? Wie steht es mit der Liebe generell? Diesen alten und neuen Fragen wollen wir anhand des 1. Korintherbriefes nachgehen.
 
Dienstag, 21. April 2009, 20 Uhr Pfarrhaussäli Wynau
Kolosserbrief
Mit Franz Winzeler, Wynau

Wurde er nun vom grossen Apostel Paulus geschrieben? Oder doch nicht? War Jesus Christus schon bei der Schöpfung anwesend? Vertritt dieser Brief die so genannte Allversöhnung, nämlich die Idee, dass am Schluss alle in den Himmel kommen? Und was ist das geheimnisvolle Geheimnis des Glaubens?


aktualisiert am 09. Sep 2010 23:41 von Winzeler Franz
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